Bei jedem Wetter draußen – 5 Spielideen für nasse Tage

Das Wetter lässt derzeit ja echt zu wünschen übrig. Regen, Schneematsch und Kälte – das fühlt sich eher nach November an als nach April.

Trotzdem sollen die Kinder auch bei diesem Wetter raus. Und das nicht nur wegen frischer Luft, Gesundheit, Vitamin D und so. Sondern vor allem wegen der elterlichen Nerven. Osterferien können nämlich ganz schön lang sein, wenn es keine Bewegung außerhalb des Hauses gibt… 😉

Schlimmer ist die Lage nur noch, wenn du (in der Hoffnung auf österlichen Sonnenschein) in diesen Tagen zu einem Kindergeburtstag eingeladen hast. Zum Glück gibt es genügend Spiele, die unbedingt Regen oder andere Niederschläge erfordern und die deshalb einen Kindergeburtstag auch bei diesem Wetter zu etwas Besonderem machen:

Pfützen Fangen

Für dieses Spiel braucht es tatsächlich viele Pfützen, je mehr, desto besser. Wie beim normalen Fangen auch gibt es einen (oder mehrere) Fänger, der die anderen erwischen muss.

Die Mitspieler dürfen sich ausschließlich in den Pfützen aufhalten und auch nur von Pfütze zu Pfütze springen, während der Fänger die Mitspieler fangen möchte.

Wenn genügend Pfützen dicht genug beieinander liegen, dann könnt ihr es so spielen, dass die Gejagten wirklich nur von Pfütze zu Pfütze springen dürfen, und der Fänger sie jederzeit abschlagen darf.

Wenn die Pfützen hierfür zu weit auseinander liegen (oder es zu wenige gibt), dann laufen die Gejagten zwischen den Pfützen hin und her, der Fänger darf sie aber nur dann abschlagen, wenn sie sich gerade nicht in einer Pfütze befinden. Die Mitspieler dürfen sich dann natürlich in den Pfützen nicht zu lange ausruhen, sonst wird es zu schwer für den Fänger.

Abgeschlagene Spieler können entweder selbst zum Fänger werden, bis keiner mehr übrig ist (oder der letzte gewonnen hat). Oder sie tauschen mit dem Fänger, der dann selbst zu einem Gejagten wird.

Gummistiefel sind hier Pflicht, vor allem bei der derzeitigen Kälte. Vielleicht solltest du auch gelegentlich mal überprüfen, wie trocken die Socken noch sind – Kinder neigen dazu, solche „Kleinigkeiten“ beim Fangen spielen zu vergessen… 😉

Wasserfänger

Wasserfänger könnt ihr nur spielen, während es gerade regnet (oder schneit).

Du veranstaltest einen kleinen Wettbewerb, bei dem alle Kinder soviel Regen wie möglich auffangen müssen. Die Behältnisse hierfür sind am besten alle gleich (der Gerechtigkeit halber), und vor allem unzerbrechlich. Bei starkem Regen genügen Plastikbecher, ansonsten vielleicht besser kleine Eimer oder Ähnliches, damit genügend Regen aufgefangen werden kann.

Es liegt an dir, ob du nur „von oben gefallenen“ Niederschlag akzeptierst, oder ob die Kinder auch z.B. die Äste von Bäumen schütteln dürfen, um mehr aufzufangen. Spaß macht es allemal mehr, wenn man kreativ werden darf…

Die Kids können jeder gegen jeden spielen, oder in zwei oder mehr Teams gegeneinander antreten. Am Ende wird dann (in der trockenen und warmen Küche…) abgemessen, wer am meisten Flüssigkeit aufgefangen hat.

„Wasserfänger“ erfordert einiges an Geschick und auch an Ideen, denn die Kinder müssen überlegen, wie der meiste Regen gefangen werden kann und dann auch noch aufpassen, dass nichts verschüttet wird. Ohne wasserdichte Jacke geht hier aber zumindest bei den derzeitigen Temperaturen nichts, sonst sind die Kinder zu schnell durchweicht.

Pfützenralley

Bei der Pfützenralley werden zwei Teams gebildet, deren Aufgabe es ist, so schnell wie möglich ein zuvor festgelegtes Ziel zu erreichen. Der einzige Haken hierbei ist: Es darf nur in Pfützen getreten werden, um an dieses Ziel zu gelangen.

Wenn ihr nicht genügend dicht beieinander liegende Pfützen zur Verfügung habt, könnt ihr euch auch mit matschigen Stellen behelfen. Oder im Notfall ein paar Trittbretter oder Trittsteine dazwischen legen, auf die man ebenfalls treten darf. Spontan tun es auch strategisch verteilte Zeitungen, solange der Wind nicht zu stark ist.

Die Entfernungen zwischen den Pfützen (oder Trittgelegenheiten) sollten so weit sein, dass die Kinder springen müssen und nicht einfach nur drüber laufen können. Außerdem solltest es nicht nur einen klaren Weg ans Ziel geben. Im Idealfall ist ein bisschen Ausprobieren notwendig, um das Ziel zu erreichen. Falls nötig achtest du als Schiedsrichter darauf, dass keiner im Eifer des Gefechts schummelt.

Sieger ist die Mannschaft, die zuerst und komplett am Ziel angekommen ist.

Dass es bei diesem Spiel spritzt ist klar, dass alle Kinder nass und matschig werden auch. Nicht alle Eltern sind begeistert, wenn ihre Kinder wie kleine Erdferkel nach Hause kommen – also besser vorher klar kommunizieren, dass die Kleider schmutzig werden!

Pfützenweitsprung

Hach ja. Ich glaube ja, dass es keinen gibt (auch keinen Erwachsenen), der nicht ab und zu versucht ist, kräftig in eine Pfütze zu springen. Einfach so, weil es Spaß macht. Das scheint irgendwie so ein menschliches Urbedürfnis zu sein…

Hier wird dieses Bedürfnis in gruppengerechte Bahnen gelenkt. Du brauchst eine (möglichst lange) Pfütze. Ziel ist es, möglichst weit in diese Pfütze hinein zu springen. Weitsprung eben.

Wenn die Absprungmarke festgelegt ist, musst du nur noch darauf achten, dass keiner übertritt, und dann im Anschluss die Weiten messen. Nicht vergessen: Beim Springen in Deckung gehen, es wird spritzen! 😉

Dass, außer an sehr heißen Sommertagen, Gummistiefel und nässe-/schmutztaugliche Kleidung notwendig sind, ist wohl selbstverständlich.

Spielen im Matsch

Das darf natürlich an einem richtig feuchten Tag nicht fehlen… Leider ist es im Moment wirklich ein bisschen kalt, um die Kinder längere Zeit im Matsch wühlen zu lassen. Aber irgendwann wird es ja auch wieder wärmer werden, und wer weiß – vielleicht bekommen wir endlich mal einen feuchten Sommer. Den Pflanzen würde es auf jeden Fall gut tun.

Alles, was du dann noch brauchst, ist eine Stelle, an der die Kinder ungehindert buddeln dürfen.

Wahrscheinlich wird es schon genügen, wenn die Kinder ein paar Schaufeln und Eimer erhalten und die Versicherung, dass sie sich schmutzig machen dürfen. Das Spiel ergibt sich dann nach meiner Erfahrung von alleine.

Für einen Kindergeburtstag kannst du aber auch ein „Ziel“ vorgeben. Z.B. einen kleinen Wettbewerb: Wer baut den höchsten Matschturm/den längsten Tunnel, der mindestens 5 Minuten stehen bleibt. Oder einfach die ganze Gruppe eine große Stadt (Raumbasis, Feenhaus, …) bauen lassen.

Vielleicht gibt es in der Umgebung auch noch Stöcke, Steine oder anderes Material, das die Kinder benutzen dürfen, um ihre Bauwerke auszuschmücken oder zu verstärken. Falls der Boden nicht genügend durchgeweicht ist, hilft eine Gießkanne mit Wasser bei der Arbeit.

Ansonsten brauchst du hier eigentlich nicht viel zu tun – außer Wasser und Ersatzkleidung zur Säuberung der kleinen Baumeister bereitzuhalten…


Um den ganzen Nachmittag draußen zu verbringen, ist es zumindest bei uns im Moment doch ein bisschen zu kalt. Aber mit den obigen Spielideen sollte die Kindermeute wenigstens ein Weilchen gut unterhalten sein, vor allem wenn du dir noch eine passende Geschichte „drumherum“ ausdenkst und die Spiele als Aufgaben in diese Geschichte einbindest, und wenn es am Ende eine Belohnung gibt.

Dann fehlen eigentlich nur noch zwei Dinge: Ein klarer Hinweis an die Eltern der Partygäste, dass ihr bei jedem Wetter rausgeht und passende Kleidung (evtl. auch zum Wechseln) braucht. Und etwas Warmes zu trinken, zum Aufwärmen danach.

Regine ist nicht nur die Mutter zweier wundervoller, kreativer, wissbegieriger und unternehmungslustiger Kinder, sondern auch Schreiberin, Querdenkerin, Ratgeberin und Forscherin. Sie interessiert sich (unter anderem) für gesundes Leben, Persönlichkeitsentwicklung, Naturgärten und Kognitionswissenschaft. Mehr von Regine lesen kannst du auf ihrer Webseite Weg der Offenen Türen.

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